Termine
- 17.11.2011 | 18.00 Ratssitzung
- 24.11.2011 | 17.00 Ausschuss für Jug...
- 29.11.2011 | 18.00 Werksausschuss
- 12.12.2011 | 20.00 Grünen Stammtisch
- 15.12.2011 | 18.00 Ratssitzung
Naturnahe Umgestaltung des Leerbaches
Im Rahmen der Flurbereinigung in den 60iger Jahren hat der Leerbach einen Großteil seines natürlichen Bachlaufes verloren. Auf ca. 80 % seiner Strecke von der Quelle bis in die Steinfurter Aa verläuft der Bach in einem kanalähnlichen Bett. Nur in einem kleinen bisher ungestörten Abschnitt des Bachoberlaufes beginnend bei der Quelle vorbei an „Wennings“ und „Schmeddings“ Mühle bis zum Beginn der Siedlung am Sportplatz darf der Leerbach noch seinem natürlichen Lauf folgen.
Ursprünglich sollte der Bach im Bereich des Sportplatzes auf ca. 200 m Länge naturnah umgestaltet werden, um mehr Überflutungsraum zu schaffen. Dies war aufgrund gesetzlicher Bestimmungen notwendig geworden. Dieses Vorhaben alleine wäre sicherlich auf eine breite Unterstützung aller Beteiligten gestoßen.
Ein Fehler ist es jedoch, die naturnahe Umgestaltung des Baches mit dem Bau eines Fußweges zu verknüpfen. Denn gegen diesen Weg sprechen viele sachliche Argumente.
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Der Bau des Fußweges macht nur dann Sinn, wenn er bis zu den Mühlen oder sogar bis zur Quelle weitergeführt wird. In den Diskussionen im Bauausschuss wurde dies auch von den Befürwortern bestätigt. Ein weiterer Ausbau des Fußweges wäre jedoch nicht nur mit weiteren unabsehbaren Kosten für die Stadt verbunden, der Weg würde auch durch den Abschnitt des Bachlaufes geführt werden, der bisher noch nicht begehbar ist und seltenen und streng geschützten Arten wie z.B. dem Eisvogel als Rückzugsgebiet dient.
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Nicht nur die Untere Wasserbehörde auch die vorliegenden Gutachten des BUND und NABU sprechen sich gegen den Bau des Fußweges aus. Eine formelle Genehmigung zum Bau des Fußweges durch die zuständigen Behörden lag zur letzten Ratssitzung noch nicht vor. Die Bagger sind nun aber bereits aktiv geworden und die naturnahe Umgestaltung des Bachlaufes schreitet schnell voran. Die berechtige Frage ist nun, geschieht diese Umgestaltung mit oder ohne Fußweg? Darauf sollte eine einfache Antwort möglich sein.
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Ursprünglich sollten alle Bürger in die Planungen zum Bau des Fußweges mit einbezogen werden. Die Proteste der betroffenen Anlieger und die in der vergangenen Woche stattgefundene Eskalation mit Baustopp und Polizeieinsatz scheinen jedoch darauf hin zu deuten, dass die Meinung eines gewichtigen Teils der Bürger bei den Planungen bewusst ignoriert wurde.
Der Ausbau des ersten Abschnittes des Mühlenweges wurde auf „demokratische Weise“ mit der Mehrheit der CDU Stimmen beschlossen. Der Beschluss hierzu kam für viele zu schnell, zu überraschend und handstreichmäßig. Wünschenswert wäre hier eine ergebnisoffene Diskussion gewesen, die sich auf mehr als nur die politischen Machtverhältnisse im Rat stützt.
Wir - Bündnis90/Die Grünen - stellen nun verwundert fest, wie ein im Grunde genommen sinnvolles Projekt zur Renaturierung des Baches doch noch den Bach runter geht.



